01/17 Details kosten Zeit

In den letzten Wochen habe ich viele Details der Planung noch verfeinert. Einerseits die geplante Route weiter verifiziert. Dabei kam mir auch eine neu entdecket Webseite entgegen http://thelongwalk.de. Ein Deutscher der vom Nordkapp bis Sizilien gewandert ist. Interessant waren insbesondere die Abschnitte im Borgefjell und Blafjell Nationalpark, da ja dort keine markierten Routen existieren. Die mutmassliche Route ist nun inklusive Kilometerangaben fertig. Fertig? Nun es wird mir ergehen wie allen anderen. Man wandert dann ja doch woanders durch, sei es wegen Witterungsverhältnissen, Schneelage oder weil plötzlich eine bessere Variante auftaucht. Aber ich habe ja neben den ca. 120 geplanten Übernachtungspunkten noch weiter 150 Punkte auf meinen Garmin-GPS-Gerät gespeichert. All diese zusätzlichen Recherchen waren dann aber doch sehr aufwändig, ich hoffe aber sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Ich hatte ursprünglich 6 -7 Depotpakete geplant. Nach weiteren Recherchen zeigte sich jedoch, dass vor allem im Süden die Versorgungslage mit Länden in den besuchten Orten gut ist. Ein Nachfrage bei der Firma Turmat ergab, dass in Rjukan, Geilo, Otta (Besuch mit dem Zug 25km an einem Ruhetag), Röros, Meraker und Røyrvik die Versorgung mit gefriergetrockneten Menus möglich ist. Wenn ich diese einkaufen kann, dann wird auch der Einkauf der restlichen Artikel (auch Gas für den Kocher) kein Problem darstellen. Der letzte heikle Punkt ist ein Paket für Ritsem. Das liegt in Schweden, also ist der Versand aus der Schweiz besser. Die Einkaufslage in Abisko, Kipisjärvi und Alta ist hingegen wieder gut. Es verbleiben demnach nur drei Depotpakete: Umbukta, Sulitjlema und Ritsem.

Wenn ich nun also mit einem ordentlichen Vorrat an Turmat in Kap Lindesnes losmarschiere, dann sollte alles klappen.

Es gibt eine halboffizielle Norge pa langs Seite: http://norgepaalangs.info. Dort sind alle bisherigen und geplanten Norge pa langs Absolventen erfasst. Seit kurzem bin ich dort nun auch erwähnt!!!

Die nächsten Tage treffe ich mich dann noch einmal mit Vanja, sowie Nicole und Danny. Ein Besuch bei Martin Kettler im Hasliberg ist ebenfalls geplant und dann als ultimative Vorbereitung der Besuch bei der DNT-Zentrale in Oslo. Zudem führt die geplante Hundeschlittentour durch den Dividalennationalpark und zu Björn Klauer, einer der Übernachtungsorte während der Tour.

 

12/16 Rückblick auf eine Herbstwanderung

1.   Die Wanderung

Kurz nach der Rückkehr aus Norwegen sah ich in der Sonntagszeitung einen Artikel über einen Pilgerweg von Domodossola nach Saas Fee und beschloss diesen zu absolvieren. Diese  Reportage gilt auch als Test für die Dokumentation von Norge pa langs 2017. Die handschriftlichen Notizen umfassen jeweils zwei A4-Seiten (Ausnahme Tage 4, nur 1 Seite))

1.1. Domodossola-Bruschetto

Ende August fuhr ich dann los. Niederdorf – Domodossola in weniger al drei Stunden. Genial! Alles gepackt und doch einiges vergessen: Schokoriegel, Kaffeepulver, Taschentuch Stirnlampe, Brillenputztücher und mehr…….musste wohl so sein.

In Domodossola angekommen, raus aus dem Bahnhof und den ersten Wegweiser nach Bruschetto entdeckt. Dauer: 2h.35. Die Wanderzeiten variierten von Wegweiser zu Wegweiser. Der höchste Wert war 3h 20. Ich benötigte dann allerding 3h 30, ein guter Wert, wenn man die Wegqualität berücksichtigt. 500m zum Teil ruppige Aufstiege, felsige Wege und bis 32° warm. Der Weg begann auf einer schönen, aber steilen Granitstrasse und bald kam auch die erste Kirche. Am Schluss habe ich die Kirchen gar nicht mehr gezählt.

Ein echter Kultur- und Pilgerweg. Viele Kulturhistorische Infotafeln am Weg: Gemeinschaftsbacköfen, Mühlen mit horizontalem Rad und ein Herz Jesu Kirche mit einer eigentümlichen Geschichte, nämlich dass eine Jungfrau (was denn sonst) kurzeitig mit Jesus das Herz getauscht hatte und diese Jungfrau fortan Jesus’ Favoritin gewesen sei.

Hatte ja die GPS-Tracks bei mit, der Weg war gut markiert und dennoch habe ich mich kurz verlaufen. Den Weg genommen, der vom Tal rauf kam, anstelle den Weg entlang des Hanges weiter gegangen. Kurz vor Bruschetto war dann in einer kleinen Siedlung der Weg etwas unklar, aber letztendlich alles gefunden. Der Weg war wunderbar, dem Hang entlang, resp. den Hang hoch. Auf dem Weg viele Kirchen auch verfallene, alte Bauernhäuser und winzige Orte. Die Mittagspause neben einer kleinen Kapelle mitten Wald. Das Baumaterial für die Kapelle muss wohl alles ohne Wagen heraufgeschleppt worden sein.

In Bruschetto angekommen kurz die Herberge gesucht und dann schnell gefunden. Als Belohnung für den steilen Weg zwei Biere genossen! Die Beine waren schon etwas müde und ich war auf den zweiten Tag gespannt. Die Wirtin hat mir dann noch ein wunderbaren Nachtessen gekocht und bald ging es ab ins Bett. Ich war der einzige Gast! Die Herberge hatte zwei Schlafzimmer Eines mit vier Betten und eines mit ca.20.

1.2. Bruschetto – Lago die Antrona

Hatte schlecht geschlafen. Ob es an der fehlenden Decke lag, die ich nämlich erst gegen den Morgen nahm oder an den müden Beinen.. Ich konnte ja am Vorabend nach der Wanderung die beinen nicht mehr vertreten, da es längere Zeit wolkenbruchartig regnete. Das hat man dann auch an den Wegen bemerkt, Einige davon waren komplett ausgewaschen.

Es ging nach gutem Frühstück um 08:15 los. Beine fühlten sich besser an als befürchtet. Noch was zu den Preisen. Hotel inkl. Nachessen 40 Euro, unterwegs Espresso und grosses Chocolate Chip Cookie 2 Euro. In Antrona: 2 Bier, 2 Cola, 2 Brötchen und 100g Bresaola nicht ganz 8 Euro, Bei wäre wohl der Bresaola schon teurer.

Die Weg waren ähnlich wie am ersten Tag. Viele von Trockenmauern eingefasst, muss wohl früher die Talhauptstrasse gewesen sein. Es war dann oft so, dass der Weg zwischen Strasse und Wanderweg wechselte. Habe dann einige Mal auf den Abstecher auf den Wanderweg verzichtet Es waren oft nur wenige hundert Meter. Viele kleine Dörfer dem Weg entlang, alte Steinhäuser, enge Gassen – oft nicht breiter als 1m. Daher in den Dörfern kein Autoverkehr aber oft Parkplätze am Ortseingang. Am Schluss in Antrona durch solche Gassen geirrt und den Hauptplatz nicht gefunden. Auf den Wanderwegen viele Brennnesseln wie in Norwegen, mit kurzen Hosen kein Vergnügen dazu aber noch Brombeerranken aus allen Richtungen, so dass es schon mal blutige Beine gab. Der Bericht des Journalisten war schon etwas übertrieben:  In Broschetto hat mich die Herbergswirtin nicht gesucht und das WLAN-Passwort hat mir in Antrona auch niemand gesagt.

In Antrona Glück gehabt. Wollte noch einiges einkaufen und kam um 12:20 an und der Laden machte um 12:30 Mittagspause.

Entgegen der GPS-Tracks Angaben endet die Etappe nicht auf 900m sondern auf 1100, das reduziert dann den Anstieg des Folgetages auf 110mm was besser tönt als 1300m. Fühlte mich mit zunehmender Distanz besser. Die Stöcke waren bei den kleinen, treppenartigen Aufstiegen ein grosse Hilfe. Am ersten Tage hatte ich ja die Stöcke erst nach der Mittagspause genommen, was ein Fehler war. Die Anstiege dieses Tages waren viel besser verteilt und nicht so steil. Das Hotel niedlich und schön gelegen. Nah dem Nachmittagsregen habe ich mir dann am See die Beine noch eine wenig vertreten und ich fühlte mich massiv besser als am Vortag.

Dem Weg entlang wieder viele Hinweistafeln. Das Tal muss früher ein Bergbauzentrum (Eisen und Gold) gewesen sein, aber wohl Minibergbau ohne effiziente Verkehrsmittel. Dann auch wieder viele Kirchen.

Da ich mich am Morgen nicht so fit fühlte hatte ich auf sämtliche Zusatzschlaufen verzichtet. Die Zeitangaben auf den Wegweisern wieder verwirrend. Die hiess es 2 Stunden und nach 40 Minuten wandern hiess es am nächsten Wegweiser immer noch 2 Stunden!

Der Anstieg zum Lago die Antrona führte durch ein Bergsturzgebiet von 1647. Imposant. Felsbrocken in Wohnmobilgrösse!

1.3. Lago die Antrona – Cingino Biwak

Besser geschlafen als am Vortrag. Nach einem doch eher dünnen Frühstück ging es los zum ersten Stausee. Beim Wirt noch ein Feuerzeug erhascht, denn ich stellte fest , dass ich für den erhofften Gaskocher in der Hütte keine Streichhölzer oder ähnliches bei mir hatte. Nur ca. 150m Höhendifferenz, diese aber heftig, steile und hohe Stufen. Danach ging es dem Stausee entlang und man merkte bald dass sich die bisherige Kulturlandschaft zur Naturlandschaft wandelte. Die Infotafeln waren nicht mehr über Kirchen und Bauwerke, sondern über Falter, Vögel und Steinböcke. Kirchen gab es dann dort oben auch keine mehr, höchstens mal ein Stein- oder Metallkreuz. Den Wald hinan bis zu einer kleinen Ebene auf rund 1500 ging dann eher leicht. Dann die letzten rund 700m Aufstieg. Steil, sehr steil. Im Vergleich dazu ist die Greina-Wand ab Somvitg doch eher flach! Kurz nach Beginn des Aufstiegs drei Deutsche Wanderer getroffen und kurz danach Mittagspause gemacht. Ich hatte die kürzlich gekauften deutschen Dauerbrote dabei. Es sind halt doch kleine Stücke, ein Paket je 50 Gramm mit zwei kleinen Scheiben. Kann gehen als Zusatznahrung nicht aber als Brotersatz für den grossen Hunger! Der Weg führte über steile Tritte, Felsen und enge Kehren. Für mich grenzwertig und an der oberen Grenz der Begehbarkeit. Ohne Stöcke wäre der Aufstieg kaum zu schaffen gewesen. Dann mal ausgerutscht und die Schulter ein wenig verzogen, Die Schmerzen hielten aber glücklicherweise nur kurz an. Völlig verschwitzt und dich eher am Ende meiner Kräfte belangte ich dann zur Hütte, nachdem die letzten Meter beinah auf allen Vieren mussten erklommen werden.

Schöne Hütte mit total 12 Betten auf drei Etagen. Sehr gepflegt! Dann kurz einen Kaffee gekocht und kurz hingelegt. Kurz danach kamen noch 6 Berner ebenfalls in Richtung Saas Fee unterwegs und zwei weitere Wanderer Richtung Domodossola, so waren wir also zu neunt.

Leider war die Wasserfassung trocken Ich holte bei einem Bachlauf mal zwei Petflaschen Wasser und dann noch zwei Flaschen Mineralwasser beim Kraftwerkmenschen beim Haus wenig oberhalb des Biwaks. Die angekommenen Berner schafften es dann aber die Wasserfassung zu flicken, sodass der kleine Hahn hinter der Hütter wieder floss. Der Höhepunkt der Hütte waren die Steinböcke, die in der Cingino-Staumauer Sals von den Steinen leckten. Grossartig.

1.4. Cingino – Saas Fee

Am morgen Glück gehabt und einen sensationellen Sonnenaufgang erlebt Bin exakt zur richtigen Zeit aufgestanden und konnte so das Spektakel miterleben. Kurz nach einem Frühstück mit Brot und Leberwurst brach ich auf. Shorts und T-Shirt waren meine Kleider. Die anderen meinten das sei viel zu kalt, doch schon nach wenigen hundert Metern war ich überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Es war nicht kalt und der Wind hielt sich in Grenzen. Am Vorabend sah ich in einem Guidebook des einen Berners, dass der Aufstieg zur Passhöhe nicht gar so steil war wie die Rampe vom Vortag und ich machte mich auf. Gin sehr gut. Gegen die Passhöhe hin wurde es dann noch ein wenig steiler, die Route war mit Drahtseilen gesichert, aus meiner Sucht nicht unbedingt notwendig. Von unten erkennt man denn Pass anhand einer kleinen Scharte/Senkung in der Krete. Oben angekommen bot sich dann ein kleiner Platz, der doch eine unerwartete Ausdehnung hatte. Dann den Weg nach unten gesucht. Es gab zwei Varianten: Erstens Richtung Sessellift Heidbodme oder direkt ins Tal dem Bach entlang. Ich entschied mich für den Weg dem Bach entlang, konnte diesen aber anfänglich nicht finden. Das Laufen auf dem eher groben, lockeren Kies ging gut und doch fehlten die Wegmarkierungen. Dank den GPS-Tracks fand ich denn den Weg, aber dieser war anfänglich sehr schwierig, Grosse Steine, grosse Tritte. Wurde dann aber nach kurzer Zeit besser. Wenn man nun den Weg seit der Cingino-Hütte und auch davor betrachtet, scheint es unvorstellbar, dass im Mittelalter der Weg mit Saumtieren begangen wurde. Gemäss Wikipedia ist ja ein Saumpfad mit Tieren zu begehen:

 Ein Saumpfad oder Saumweg ist eine für Wagen oder Gespanne zu steile, zu schmale oder zu unwegsame Altstraße, auf der früher Säumer mit Hilfe von Saumtieren Güter transportierten. Saumpfade finden sich vor allem im Gebirge.[1] Das heute veraltete Wort Saum bedeutet so viel wie „Last“

Es ging dann weiter ins Tal runter und ich hatte Durst und zu wenig Wasser dabei. Doch bald kam eine Alphütte mit einem Brunnen und wunderbaren frischen Bergwasser. Saas Almagell war bald erreicht und ich hatte ja beschlossen die fünfte, kurze Etappe bis nach Saas Fee anzuhängen. Der Weg nach Saas Fee via Kapellenweg war schnell geschafft und ich kam so gegen vier Uhr dort an. Nun war ich also bei schönsten Wetter in Saas Fee und ich beschloss den folgenden Tag zum Skifahren auf dem Gletscher zu nutzen. So ein unerwarteter Abschluss der Wanderung.

11/16: wie alles begann

Es war vor vielen Jahren, da sah ich im Fernsehen einen Bericht über die Lofoten und die Landschaft gefiel mir so, das ich mir saget: Da möchte ich hin, was ich auch tat. Es folgten nach mehrere Reisen nach Norwegen, und Nordfinnland. Nebst anderem eine Huskytour ans Nordkapp. Das Norwegen Virus hatte nich also gepackt.

Kurz darauf sprach nicht ein Arbeitskollege auf das Radrennen “ Den Store Styrkeproven“ welche von Trondheim nach Oslo führt an und meinte, das wäre doch was für einen Spinner wie mich. Das Resultat waren drei Teilnahmen an diesem Rennen über 547km. Der beste Klarierung war im ersten Ranglistendrittel. Mehr darüber auf www.thommen.li

2014, kurz vor meiner Pensionierung wurde ich auf den Olavsweg (auch auf www.thommen.li drauf) aufmerksam. Der führt von Oslo nach Trondheim und ich dachte es sei reizvoll, den Kurs des Radrennens in umgekehrter Richtung und zu Fuss zu versuchen. Das tat ich ich dann letzten Sommer und dich dachte mir schon damals es müsset doch in Norwegen noch  weitere Trekkings geben und so kam ich auf Norge pa langs…….

 

11/16: Zweifel

Je mehr ich den verschiedenen Blogs und Reports las, umso schwieriger stellte ich mir die Umsetzung (des mittlerweile zum Traum gewordenen) Projektes vor. Da lese ich wie Martin Kettler mit einem 30 Kg Rucksack so mal 500 Höhenmeter in einer Stunde bewältigte, wo ich mir doch immer gesagt hatte und das auch so erlebte, dass in meinem Fall 300 Höhenmeter der Standard war und das mit wenig oder leichtem Gepäck. Es gibt da auch noch weitere Schwierigkeiten. Borgefjellnationalpark, Schneeprobleme. Es wird sich dann vor allem lokal die Frage stellen wo man durchgehen will.

Weiter habe ich dann viel Zeit aufgewendet und eine Webseite für meine Norge pa Langs Begehung zu Dokumentieren. In WordPress gemacht, ist, wenn man mal das richtige, passende Layout gefunden hat recht elegant. Aber es gingen doch doch 20-30 Stunden drauf um mal einen Anfang zu haben.

Anfangs November habe ich dann die Ausrüstung weiter komplettiert. Die beiden letzten „grossen“ Sachen die noch fehlen sind der Notfallsender und das Zelt. Offen ist jedoch noch die Regenjacke. Bin mir noch nicht sicher ob ich die North Face Jacke die ich habe mitnehmen soll oder eine neue Jacke kaufe…Problem ist dass die Dinger extrem teuer sind. Mittlerweile ist der Kocher eingetroffen: Gross aber mit gutem Windschutz und idealem Topf. Zudem ein Solarpanel gekauft. Nicht wie geplant GoalZero, sondern SIS, ein Schweizer Produkt, welches ohne Glasversiegelung auskommt und somit viel robuster ist. Leider ist das geplante Rucksackgewicht nun doch deutlich über 15kg !!!

Viele Arbeiten der Planung sind abgeschlossen. Alle Uebernachtungspunkte sind bekannt und GPS-mässig erfasst. Eine mögliche Routenvariante ist erstellt. Die weiteren Arbeiten werden sein: Adressen der Lebensmittelpakete anschreiben, Nan für den Versand gewinnen und weitere Kontakte via internet zur Planung und für den Erfahrungsaustausch finden.

10/16: mehr Details

Die Planung ging weiter. Ich habe dann auch ständig an der Ausrüstung gearbeitet und als erstes den Exped 80L Rucksack gekauft. Absolut wasserdicht, Einkammerrucksack und nur 2300g schwer. Weiter testweise einige Drypacks gekauft. Dann noch eine Peak Performance Daunenjacke und den Primus Power Stove. Es fehlt nun von den „grossen“ Dingen nur noch das Zelt!

Mitte Monat hatte ich dann alle Hüttendaten in einem Excel und diese Daten auf mein Garmin Gerät gespeichert. Wenn man dann alle Übernachtungsmöglichkeiten auf der Karte sieht kann man besser planen und ich hatte dann bald zusätzlich zur ursprünglichen Route eine weitere Route gemacht. Eine Route welche dann grösstenteils dem Fernwanderweg E1 folgt. Grund: Dort habe ich GPS-Tracks, vor allem wichtig in den eher unwegsamen Nationalparks.

Je länger die Planung dauerte, umso mehr fühlte ich, dass ich eher die ganze Tour machen wollte, resp. in Kap Lindesnes starten wollte um den Süden einzubeziehen. Die Recherche zeigte, dass mit Ausnahme der Hardangervidda(Schneeverhältnisse) der Weg einfacher war und die Versorgung mit Lebensmittel einfacher ist.

Ende Oktober war dann noch der Vortrag von Martin Kettler in Hasliberg. Im Vorfeld dazu teilte er mir mit, dass 2017 auch noch ein Basler Norge pa Langs gehen will. Sind gute Aussichte, dass man dann auch gemeinsam planen kann.Ende Monat habe ich dann noch die Web-Domäne Norgepalangs2017.ch registriert, so dass ich nun auch alles abseits meiner „normalen“ Webseite publizieren kann. Logo habe ich dann auch entworfen.

 

 

09/16: Es geht weiter

Die Viertagewanderung im Wallis hat einige kleine Erkenntnisse gebracht:

  • Uhr: nicht die Longines mitnehmen, sondern ein Swatch kaufen. Ist wohl robuster
  • Die Seitentaschen am Rucksack gehen in der Art wie ich sie jetzt habe nicht.
  • Die Schweizer Fertigmenus sind ungeniessbar, also auf jeden Fall Turmat. Aber nicht nur, sondern auch Beutelsuppen und Fertignudeln berücksichtigen, da sonst die Fertigmenus wohl bald langweilig werden.

Beider Planung sind einige weitere Besonderheiten aufgetaucht.

  • In den beiden Nationalparks gibt es zwar kein eingezeichneten Wege, der Fernwanderweg E1 zeigt aber auf den dazugehörigen GPS-Tracks Wege von Hütte zu Hütte.
  • Die bei Fernwanderweg E1 eingezeichneten Hütten sind zum Teil private Hütten mit Reservierung, ist aber nicht so schlimm, man kann ja dort auch das Zelt aufstellen.

Das Essen für 10 Tage mitnehmen wird sehr schwierig, da dann der Rucksack um die 25kg wiegen wird. Geht aber auch zwei Abschnitten nicht anders Muss ja doch immer einen Tag Reserve bei haben! Es hat nun aber doch einige Strecken mit 8 Verpflegungstagen!

08/16: Die ersten Schritte

Nachdem ich 2016 den Olavsweg erfolgreich hinter mich gebracht hatte, war da schon die Frage im Raum wie es denn weitergehen soll. 2017 eine weitere Wanderung?

Nun, Nicole und Danny hatten es ja vorgemacht! Basel-Nordkap zu Fuss. Ich stiess schon in Norwegen auf eine Tour, resp. Weg:

Norge på langs (Norwegen der Länge nach)

So begann ich also kurz nach meiner Rückkehr zu recherchieren und zu lesen. Es gab da zwei grosse Hilfen:

https://norgepalangs2013.com von Martin Bettler

http://www.simonpatur.de von Simon Michalowicz und sein Buch „Norwegen der Länge nach“

https://www.ut.no die Homepage der DNT-Hütten mit ausführlicher Doku über alle DNT und verwandte Hütten, auch in Englisch.

Zusätzlich werde ich sicher auch von Nicole und Danny profitieren können. Die beiden sind 2016 von Basel ans Nordkap (mit Unterbrüchen) gewandert. http://www.basel-nordkap.com

Norge pa langs ist kein Weg der durchgehend markiert ist, er folgt verschiedenen anderen Wegen so vor allem im Norden:

Nordkalottleden
Kungsleden (in Schweden)
Padjentaleden
Nordlandsruta
Fernwanderweg E1

Zu all diesen Wegen habe ich im Internet GPS-Tracks gefunden, zudem sind die beiden oben erwähnten Webseiten gut dokumentiert, was die Wege betrifft. Sollte also machbar sein.

Nach den Erfahrungen auf dem Olavsweg konnte ich doch einige Punkte besser betrachten als zuvor:

Rucksackgewicht: Ich war auf dem Olavsweg zu schwer unterwegs. Zu viele und falsche Kleider. Auf den Packlisten von Martin Kettler , sah ich einige Verbesserungsmöglichkeiten. Ziel: Rucksackgewicht ohne Essen unter 15kg

Ich würde einen neuen, grösseren Rucksack brauchen

Das gekaufte Einerzelt (welches ich zurückgeben konnte) war zu klein, würde dann auf ein Zweierzelt von Helsport http://www.helsport.no/fjellheimen-superlight-camp (gute Erfahrungen mit Helsport in Spitzbergen) wechseln. Trotz des höheren Gewichtes, aber Platz vor allem bei Regen ist wertvoll.

Planung wird wichtiger, auch das Kartenmaterial

Es braucht einen Notfallsender, im Ernstfall ist die Mobile-Verbindung zu unsicher.

Ich Kann längere Zeit wandern!

Es wird sich dann noch herausstellen welchen Teil und welche Route von Norge pa langs ich gehen werde:

Start nicht in Kap Lindesnes, sondern im Gudbrandsdal (Vinstra) oder Trondheim

Ende in Abisko, Kilpisjärvi , Alta oder Nordkap

Route im Süden via Schweden oder Norwegen, Via Röros

Die Planung wird noch zeigen welche Route sich als beste herausstellen wird. Das Ziel ist dass das gesamte Trekking mindesten 1000km sein soll. So wäre dann Vinstra bis Kilpisjärvi rund 1500km mit der Möglichkeit eines Ausstiegs in Abisko. Das Traumziel wären allerdings 1000 Meilen also mindestens bis Alta.

Nach den ersten Abklärungen ging ich daran die Details zu bearbeiten:

GPS-Daten aller Hütten die auf dem Weg liegen…dauert weiter an

GPS-Tracks für Nordkalottleden, Nordlandsruta. Diese beiden decken den Weg ab dem Borgefjell ab

Visualisierung der Wegvarianten auf grossen Karten mit Pins

App für das Iphone mit norwegischen Topo-Karten

Nach und nach fand ich weitere wertvolle Unterlage im Web. So auch eine recht gute Doku über den Fernwanderweg E1, der einen grossen Teil von Norge pa langs abdeckt. Komischerweise stimmen dann dort aber die Kilometerangaben nicht mit anderen Infos überein. Da muss noch daran gearbeitet werden. Die definitive zu planende Route wird dann wohl ein Mix aus den Daten Kettler, Michalowicz, Nordlandsruta, Fernwanderweg E1, Kungsleden Süd und Nord und Nordkalottleden sein. Ich kann dann aber auch spontan vor Ort entscheiden, je nach Wetter- und Wegverhältnissen. Wie sich dann die Realität präsentieren wird ist ja noch offen.

Von Anfang an zeigten sich aber doch einige Planungshürden. Bin dann gespannt ob das real auch so ist:

Ferslia – Roirvik inkl. Weg nach Gaundalen: Kombination von E1 und Kettler.

Borgefjell Nationalpark: Mitten durch oder westlich/östlich umwandern: Der Entscheid fiel dann aber schnell auf die E1 Route, da ich dort dann GPS-Tracks habe. Die Beschreibungen von Kettler und Simon sind mir zu vage.

Ritsem-Abisko: da gibt es gem. Nordlandsruta und Fernwanderweg E1 eine 55km lange Etappe. Die Abkürzung ist verlockend aber unsicher wegen See/Flussüberquerung.

Norwegische Kontaktstelle für die Depotpakete. Werde versuchen Nan dafür zu gewinnen.

Als weitere Vorbereitung hatte ich dann beschlossen einen Norwegisch Kurs zu besuchen. Nach einigen Umwegen (Kursabsage in Solothurn) fand ich dann einen Kurs in Lörrach. 10 Lektionen für 60 Euro!!