11/17 Goldener Abschluss

Es folgte nun – auch bedingt durch das Wetterglück, denn die letzten drei Wochen waren regenlos, jeden Tag Sonne – der Höhepunkt der Tour. Ich kannte ja das Gebiet um den Altavatn von der Huskytour im Frühjahr 17.  Björn Klauer fuhr uns bis zum Strassendende Richtung Gaskahütte, Sodass der erste Tag kurz war. Danach folgte lange, wunderbar Tage durch den Dividalen Nationalpark. Etappen mit steilen Aufstiegen am Schluss (Dividalenhütte) und frustrierenden Aussichten: Man sah die Daertahütte rund 2 1/2 Stunden vor der Ankunft. Dort dann dafür sehr schöne Nordlichter. Der Weg Richtung Rostahütte führte durchs Isdal, einer der schönsten Tage der ganzen Tour. Die Rostahütte war die einzige Hütte auf diesem Abschnitt wo wir nicht alleine waren. Die Etappe von Dividalen nach Daerta war einmalig. Hinter jeder Felsbiegung erwartete uns eine neue Art Landschaft. Einen derart abwechslungsreichen Tag hatte wir die ganze Zeit zuvor kaum.

Mittlerweile – keine Wunder nach 16 Wochen – war ich in einer beneidenswerten Form. Wohl in der besten „Wanderform“ meines Lebens. Ich konnte steile Abstiege mit den Oberschenkeln ausfedern. Keine Schmerzen in den Beinen mehr. Ich erholte mich schnell und konnte so aus viel besser schlafen als zu Beginn der Tour.

Weiter ging es um Dreiländereck Finnland-Schweden-Norwegen: Treriksroysa. Ein Betonklotz in einem See, ca. 20 Meter vom Ufer weg. Zu erreichen auf Holzplattformen. Von dort aus gab es ein Boot nach Kilpisjärvi in Finnland wo der letzte Ruhetag angesagt war. Da es nun doch schon recht herbstlich war, waren die folgenden Tage von wunderbaren Morgenstimmungen geprägt.Wir hatten Glück, wir waren die folgenden Tage meist knapp über der Nebelgrenze. Es ging nun drei Tage durch Finnland. Die finnischen Hütten sind kostenlos, es sei denn man reserviere den etwas luxuriösen Teil. Der Gratisteil ist aber auch ok, hat aber meist keine Matratzen. Wir hatten aber Glück, die beiden, in welchen wir schliefen hatten solche. Das Wetter war immer noch wunderbar, obwohl nun am morgen recht Kühl.

Der Höhepunkt der Tour erwartete uns am zweitletzten Tag. Eine Superetappe von der Somashütte ins Reisadalen. 32km durch das Gelände, wenig Sumpf und zum Schluss ein Abstieg wir keiner zuvor auf der Tour. Das Reisadalen ist eine bis 400m tiefe Schlucht. Zum Abschluss gingen wir dann am letzten Tag bis Sappen wo für mich die Tour zu Ende war. Inger ging dann zwei Tage später mit einer Freundin noch bis Kautokeino weiter.

 

Kurzstatistik:
111 Wandertage
16 Ruhetage
2304 km

 

 

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